RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:00von Randreyah •

Ran realisierte, dass Veray neben ihr kniete, konnte aber nichts sagen, sondern drückte lediglich seine Hand.
"Noch ein Stück. Nicht aufhören!", forderte Pard, ohne gross auf Veray zu achten.
Ihre Finger krampften sich um Verays und sie biss die Zähne zusammen. "Noch einmal, dann hast du's hinter dir! Gut so!"
Erleichterung durchflutete Ran, als der Schmerz nachliess und sie Sekunden später ein leises Schreien hörte, dass sie eher an ein Krächzen erinnerte. Pard tupfte das Kind sauber. "Mach bitte ihr Nachthemd auf, damit sie es an die Brust nehmen kann", bat der Arzt Veray, der der Aufforderung folgte, ihr sich aufrechter hinsetzen half, damit Pard ihr das Kind in die Arme legen konnte. Zittrig nahm sie den kleinen entgegen und beinahe musste sie weinen, als sie ihn sah und seine Wärme und zarte Haut auf der ihren spürte. Sie war froh, dass er lebte, war froh, dass er gesund und munter war. "Es ist ein gesunder Junge", meinte Pard leise und deckte sie und das Kind zu, damit der Winzling nicht erfrohr.
Der Arzt verzog sich in den Hintergrund und beobachtete die beiden frisch gebackenen Eltern, wobei sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen stahl.
Ran hielt ihren kleinen Sohn vorsichtig fest und blickte müde aber überglücklich zu Veray. Sie strahlte ihn an, konnte aber den Blick fast nicht vom Neugeborenen wenden. Er war so winzig und doch so gross. Zuerst strampelte er mit Ärmchen und Beinchen, betastete alles in Reichweite und liess ab und an ein krächzendes Weinen ertönen. Sein kleines Herz raste und sein Atem ging schnell, bis er ab und an von einem Seufzen unterbrochen wurde. Irgendwann öffnete er die Augen und schaute seine Eltern neugierig an. "Hallo mein kleiner Rabe", grüsste sie ihn leise und streichelte mit dem Finger seine kleine Hand, die sich um ihren Daumen schloss. Sanft fuhr sie seinem Ärmchen nach und sah zu Veray. Sie wollte so viel sagen, so dass sie kein Wort raus brachte.
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RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:21von Ro Raven •

Veray hatte einen Arm um Ran gelegt und hielt sie fest, am Boden kniend. Er sah das kleine Ding in ihren Armen an und hatte das Gefühl, dass sein Verständnis noch nicht ganz zu der Situation aufgeschlossen hatte. Es war plötzlich so schnell gegangen. Als er Ran das letzte Mal gesehen hatte, war sie noch schwanger gewesen, und jetzt waren da plötzlich zwei Personen, und... und... und... und es war so winzig! War das überhaupt schon ein Dämon? Wie konnte sich so etwas kleines bewegen?
Ganz vorsichtig streckte er den Finger aus und berührte die Stirn des Kleinen dort, wo die Nase begann und strich ihm über den Kopf, so sacht, dass er ihn kaum berührte, weil es war doch so klein und so zerbrechlich. Aber es war wirklich, es war da und... und das ganze war gerade einfach ein bisschen mehr, als er kapieren konnte. Aber es war schön.
Mit Tränen in den Augen und einem Gefühl, als wäre sein Herz kurz davor zu Platzen vor einem Gefühl, das er nicht einordnen konnte, wandte er sich Ran zu und küsste sie sanft. "Du bist wunderbar... Danke, dass... dass ich hier sein darf und..."
If you're going through hell, keep going.

RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:25von Randreyah •

"Schon gut", flüsterte sie zurück. "Wenn du jetzt anfängst zu weinen, werd ichs auch tun", meinte sie halb scherzend.
"Er braucht einen Namen", meinte sie dann und streichelte den Bauch des Kleinen. Sie hatte die Stirn gegen Verays gelehnt und fühlte langsam die Erschöpfung.
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RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:39von Randreyah •

"Gut dann... Dann heisst er Verdash", meinte sie und drückte dem Kleinen einen Kuss auf die Stirn. "Willkommen in der Familie, kleiner Verdash", sagte sie leise und blickte zu Pard auf, der wartend am Fussende stand. Sie verstand, was er wollte. "Willst du die Nabelschnur jetzt durchtrennen oder später?", fragte sie Veray und blickte ihn unsicher an. "Du musst natürlich nicht, wenn du nicht willst..."
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RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:48von Ro Raven •

"Es wäre mir eine Ehre", meinte er und küsste erst ihre Stirn, dann die des Kleinen auf ihrer Brust, bevor er die Hand an den Griff seines Säbels legte.
Er hielt einen Moment lang inne und sah Pard an. Es war so Tradition, aber er wollte sich vergewissern, dass der Arzt keinen Schock bekam, wenn er plötzlich blank zog.
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RE: Drez (Stadt der Schattendämonen)
in Dreitan - das Spiel 16.10.2014 22:54von Randreyah •

Pard hielt ihm ein Tuch hin, das er vorhin in Alkohol getaucht hatte. "Reinige damit die Klinge für alle Fälle", bat er und holte zwei Klammern hervor. Die erste brachte er drei Fingerbreit vom Bauch des Kleinen entfernt an, nachdem er sich vergewissert hatte, dass kein Blut mehr durch den Schlauch von Mutter zu Kind floss und die zweite mit etwas mehr Abstand. "Hier zwischen den Klammern", erklärte er für alle Fälle. Er traute Veray durchaus zu, zu wissen, wie man was machte und weshalb, aber es war besser, man sagte etwas mehrmals, als einmal zu wenig.
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